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PRESSEARCHIV 2018

 

 

Titel: ORTENAUER KREISPUTZETE  -„Wo kommt bloß die rote Unterhose her?“

Quelle: Naturlandstiftung Baden

Datum: Mai 2018

 

Diese Frage haben sich die RANGER KIDS (Jugendgruppen zwischen 5 und 12 Jahren) der Naturlandstiftung Baden auch am 14.03.2018 gestellt. Normalerweise treffen diese sich einmal im Monat zu Dingen wie Pflanzen- und Tierbestimmung, Wanderungen oder Nistkastenbau. An diesem Tag waren jedoch zwei Gruppen, die RANGER KIDS Minis und die RANGER KIDS Maxis, mit ihrer Gruppenleiterin Corinna Köninger und den Begleitpersonen H. Hemmler und T. Lanzelotti im Rahmen der Kreisputzete 2018 unterwegs. Zu Beginn der Aktion erklärte die Naturpädagogin Frau Köninger anhand von Bildern und Tierpräparaten, was der Müll alles mit unseren Wildtieren anrichten kann. Die Fuchszähne mit Karies führten noch zu einem Schmunzeln der Kinder, doch die Bilder mit verhungerten Wildtieren wie z.B. einem Igel (Plastiktüte über dem Kopf) schockte doch einige. Von Bodersweier aus marschierten die 12 Naturranger und 3 Betreuer los. Eine Gruppe in südliche und eine Gruppe in nördliche Richtung – ausgestattet mit Warnwesten, Eimern und Handschuhen. Verwundert stellten die Kinder immer wieder fest, dass man bei genauerem Hinsehen ganz schön viel Müll in unserer Umwelt findet. Farbeimer, Kleidungsstücke, Flaschen, Metallteile und vieles mehr. Eifrig haben die Naturranger den ganzen Müll eingesammelt. Äußert verwundert war auch Patrick 8 Jahre alt, als er eine rote Unterhose fand. Die Äußerungen der Kinder warum, bzw. wer eine Unterhose in die Natur schmeißt, brachte die Begleitpersonen zum Schmunzeln. Patrick fand das richtige Wort: „Eine Drecksau“! Nach zweieinhalb Stunden kamen dann alle erschöpft wieder am Anglerheim in Bodersweier an. Von da aus ging es dann zum Stützpunkt „Alte Pflanzschule“ der Naturlandstiftung Baden, wo es Grillwürste und ein Getränk zur Stärkung gab. Obwohl das Müllsammeln auch ganz schön anstrengend war, hat es trotzdem viel Spaß gemacht. Die Naturlandstiftung hat sich auch in Lauf und Rust mit Jugendgruppen an der Kreisputzete beteiligt.

 
Titel: Naturlandstiftung Baden gewinnt EN-BW Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt“ 2017: Gelbbauchunke schwer in Not – Wir schaffen für sie einen Biotop

Quelle: Naturlandstiftung Baden

Datum: 05.05.2018

 

Die Gelbbauchunke zählt in Mitteleuropa zu den gefährdeten Amphibienarten. In Deutschland ist sie stark gefährdet und wird auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, mit der Stufe 2 = stark gefährdet, geführt. Hauptgrund der Gefährdung liegt in ihrem Lebensraumverlust und in der  Störung und Zerstörung  von Laichmöglichkeiten, in denen die Kaulquappen der Gelbbauchunke sich im Frühjahr zu kleinen Unken entwickeln können. Das führt zur Verinselungen der einzelnen Populationen, die in vielen Regionen einen genetischen Austausch der Gelbbauchunken nicht mehr ermöglichen.Die Gelbbauchunke gehört zu den Amphibien mit einer engen Bindung zu stehenden Flachgewässern. Ursprünglich war die Art ein typischer Bewohner des Auwaldes mit Gräben und wassergefüllten Senken. Durch die schnelle Erwärmung der Gewässer ist eine rasche Entwicklung des Laichs und der Larven gewährleistet.  Mangels genügend natürlicher Laichgewässer  im heutigen Wirtschaftswald  ist sie immer häufiger auf  temporär wasserführende künstliche Klein- und Kleinstgewässer auf lehmigem Grund, wie Traktorspuren, Pfützen auf Wald- und Wirtschaftswegen sowie kleine Wassergräben angewiesen. Die Überlebenschance für die Kaulquappen ist in diesen „Ersatzgewässern“ durch Verkehr oder vorzeitiges Austrocknen  erheblich reduziert. Die große Mobilität der Jungtiere begünstigt die spontane Besiedlung von neu entstehenden Lebensräumen. An Land suchen die Tiere Verstecke unter Steinen, Totholz und Laub auf.

Was bedroht sie? Eine Gefährdung für die Vorkommen der Gelbbauchunke geht vor allem von Lebensraumverlusten aus, wie sie beispielsweise durch das Verfüllen von Tümpeln und Gräben, durch Ausbau von unbefestigten Waldwegen und Rückegassen, aber auch durch natürliche Sukzession (vor allem die Verbuschung) von ihren Biotopen. Infolge einer räumlichen Verinselung, der Habitate (beispielsweise durch Straßen oder intensive Landwirtschaft), werden Vorkommen voneinander getrennt. Dadurch werden der genetische Austausch zwischen den Populationen und die Zuwanderung von außen eingeschränkt, was letztlich die Überlebensfähigkeit der isolierten Bestände gefährdet.

Wie kann mander Gelbbauchunke helfen?

Bestehende Gelbbauchunken-Populationen können gestärkt werden durch die Schaffung von sicheren Laichgwässern wie Tümpelketten auf geschützten Flächen. Des Weiteren durch Renaturierung von Fluss- und Bachauen, um die Art zukünftig unabhängiger von Naturschutzmaßnahmen zu machen. Stellenweise auch durch Offenhaltung und Pflege der Lebensräume.

 

Das Engagement im Sinne eines Dauerprojektes „Schutzprojekt Gelbbauchunke Stadt Kehl“ der Naturlandstiftung Baden begann im Jahre 2015 im Gemeindewald Bodersweier, wo sich eine noch stabile Gelbbachpopulation befindet. Das Waldgebiet wird als Wirtschaftswald (hier ist Holzgewinnung das Hauptziel der Waldnutzung) genutzt und ist somit zwangsläufig mit Rückengassen für die Holzabfuhr flächendeckend durchzogen. Diese teilweise bei nassen Wetter mit mehreren Tonnen schweren Vollerntern befahren Rückengassen bieten leider oftmals die einzige Laichmöglichkeit, da entsprechende natürliche Senken aufgrund der Waldnutzung verschwunden sind und Gräben nicht mehr instandgehaltenwerden. Gleichzeit laden aber diese tiefen Fahrrillen auch zur Möglichkeit der illegalen Befüllung mit z.b. Bauschutt ein. Genau diese Situation und dieser Umstandpassierte inmitten der Laichzeit auf eine Länge von ca. 50 Metern. Dieser schwere Verstoß gegen das Naturschutzgesetz wurde durch den NABU Kehl zur Anzeige gebracht. Dies war die Geburtsstunde desEngagementsder Naturlandstiftung Baden für die Gelbbauchunke in der Stadt Kehl. Die Naturlandstiftung Baden brachte um solch eine Naturschutzvergehen zu verhindern einen Projektvorschlag zum langfristigen und nachhaltigen Schutz der Gelbbauchunkenpopulation bei der Unteren Naturschutzbehörde Offenburg ein. Innerhalb von drei Monaten wurde dann ein gemeinsamer undüberarbeiteter Projektvorschlag für die Stadt Kehl als Waldeigentümer erarbeitet. Das ca. 35 Hektar große Kerngebiet der Gelbbauchunkenpopulation Bodersweier sollte durch verschiedene Biotopmaßnahmen wie z.b. die Schaffung von Rohbodenflächen und Tümpelketten gesichert werden, damit die Tiere sich nicht in den Fahrspuren sammeln müssen. Um das Projekt auch finanziell für die Stadt Kehl interessant zu gestalten wurde eine mögliche Ökopunkteberechnung  (Ertrag zwischen 100.0000 und 300.000 Euro) in Aussicht gestellt und die Umwandlung in Schonwald (geschütztes Waldgebiet, in dem die wirtschaftliche Nutzung des Waldes zwar erlaubt ist, aber gewissen Einschränkungen unterliegt) vorgeschlagen.Die Stadt Kehl führte anschließendBegehungen mit dem Bauamt/ Umweltbehörde Stadt Kehl, dem Forstamt Offenburg, dem Unternehmen BHM Planungsgesellschaft mbH, der Unteren Naturschutzbehörde Offenburg und dem Ortsvorsteher Bodersweier durch. Bei einem abschließenden „Runden Tisch Schutzprojekt Gelbbauchunke Stadt Kehl“,wo dann auch die Naturlandstiftung Baden geladen war,wurde das gesamte Projekt durch die Stadt Kehl vollumfänglich abgelehnt.Die Abteilung Baurecht/ Umwelt Kehl und deren Dienstleister Waldbewirtschaftung (Staatliches Forstamt Offenburg) und Ökopunkte (Unternehmen BHM Planungsgesellschaft mbH) lehnten einstimmig und sehr vehement das gesamte Projekt vollständig aus „ökologischen und ökonomischen Gründen“ ab. Die Projektunterstützer Untere Naturschutzbehörde  Offenburg, Naturlandstiftung Baden und die Ortschaft Bodersweier konnten sich nicht durchsetzen. So blieb dem Projektinitiator Naturlandstiftung Baden nur noch eine Möglichkeit übrig  und die Flächen der Stadt Kehl gezwungenermaßen zu umgehen.

Zwei Grundstücke wo man nicht die Erlaubnis der Stadt Kehl, braucht boten sich an. Umgehend wurde eine zweite Projektierung vorangetrieben und diese dann zusätzlich bei der ENBW als Förderantrag eingereicht. Bei den folgenden Besprechungen mit Herrn Dr. Calaminus von der ENBW wurde sofort große Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert und im August 2017 erhielt die Naturlandstiftung Baden einen Förderpreis in Höhe von € 4.000,00. Dieser Beitrag deckt ausschließlich die entstehenden Projektkosten (Baggerarbeiten Laichplätze, Leerrohre, Verlegung von Leerrohren usw.) für fünf Laichplätze sowie die unmittelbare Biotopoptimierung für Gelbbauchunken.

 

Aufgrund des nassen Herbstes 2017 und Frühjahres 2018 konnten die Bauarbeiten leider erst jetzt begonnen und abgeschlossen werden. Wir bedanken uns bei der ENBW für Ihre finanzielle und der Unteren Natuschutzbehörde Offenburg Herrn Dr. Nikusch, dem NABU Kehl, den ehrenamtlichen Naturschutzwarten, dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) , der Ortschaft Bodersweier und den vielen ungenannten aber sehr engagierten Privatperson für die Unterstützung bei dem schwierigen Projekt  „Schutz der Gelbbauchunke in Kehl“.

 
Titel: Naturlandstiftung Baden sucht Obstbaumpaten
Quelle: Naturlandstiftung Baden
Datum: September 2018
 

Mit einer Baumpatenschaft kann sich nun jeder den Wunsch vom eigenen Obstbaum erfüllen.

Die Naturlandstiftung Baden sucht jetzt schon Interessierte, die ab November 2018 bereit sind, eine Patenschaft für einen Obstbaum ihrer Wahl zu übernehmen. „Wir werden im Herbst acht Obstbäume auf den Stiftungsflächen in Bodersweier und den umliegenden Dörfern pflanzen. Mit der Übernahme einer Baumpatenschaft wollen wir interessierten Menschen die Möglichkeit geben, in den kommenden Jahren ihr eigenes biologisch erzeugtes Obst zu ernten“, so Stiftungsvorsitzender Marco Lasch. Das Angebot richtet sich besonders an die Menschen, denen der Platz für einen eigenen großen Obstbaum fehlt. In erster Linie sollen hochstämmige Apfel- und Birnbäume gepflanzt werden, da diese ökologisch besonders wertvoll sind und Lebensraum für viele Tiere bieten. Natürlich können auf Wunsch auch andere heimische Obstbäume gepflanzt werden. Die Paten können sich eine bestimmte Obstbaumsorte aussuchen, oder ihnen wird ein beliebiger Baum zugeteilt. Das Augenmerk liegt hierbei auf alten oder gefährdeten Sorten. Neben einem einmaligen Pauschalbetrag von 40 € übernehmen die Paten auch die Pflege der Bäume, wie z.B. den Baumschnitt. Lohn der Mühe ist dann das eigene Obst, welches geerntet werden kann. Gerne leistet die Naturlandstiftung in den ersten Jahren Unterstützung bei Baumschnitt und Pflege.

Auf Wunsch senden wir Ihnen unsere Sortenvorschläge zu.

Bei Interesse, Fragen oder Anregungen melden Sie sich bitte bei uns:

Michael Faller (Projektmanagement Naturschutz)

E-Mail: m.faller@naturlandstiftung.org 

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Naturlandstiftung Baden

Handwerkstrasse 1A

77694 Kehl (Bodersweier)

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