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SAISONALE PRESSEMITTEILUNGEN

 

WILDUNFALL

 

 

Diese kontaktiert dann den Jäger. Falls das angefahrene Tier nicht sofort tot ist, sondern wegläuft, markieren Sie die Stelle, an der Sie es zuletzt gesehen haben. Das erleichtert dem Jäger die so genannte Nachsuche; mit einem gut ausgebildeten Hund setzt er alles daran, das Tier schnellstmöglich von seinen Leiden zu erlösen. Keinesfalls sollten Autofahrer ein verletztes Tier eigenmächtig zum Tierarzt bringen. Wildtiere sind den Kontakt mit Menschen nicht gewohnt, sie erleiden Todesängste und das Verletzungsrisiko für den Autofahrer ist ebenfalls enorm hoch. Ist das Tier tot, könne der Autofahrer es aber von der Fahrbahn auf den Seitenstreifen befördern. Allerdings nur mit Handschuhen, denn eine Ansteckungsgefahr kann nie ausgeschlossen werden. Allerdings sollte die Polizei nicht nur gerufen, sondern auch auf sie gewartet werden. Das ist auch deshalb wichtig, um Zeugen für den Schaden zu haben und sich für die Versicherung die notwendige Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen. Wer sich einfach vom Unfallort entfernt, könne sich strafbar machen.

 

Außerdem kann es unterlassene Hilfeleistung sein oder den Bußgeldtatbestand der Tierquälerei erfüllen, wenn ein verletztes Tier einfach liegengelassen wird. Unserer Meinung nach hat auch jeder Fahrzeugführer die ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern. "Ein verletztes Tier einfach liegenzulassen, ist grobe Tierquälerei. Das gilt auch für Personen, die den Unfall nicht selbst verursacht haben"!

 

Viele Jäger haben 24 Stunden Bereitschaftsdienst

Autofahrer sollten generell ganz besonders vorausschauend fahren: Ende Juli/ Anfang August ist die Paarungszeit der Rehe sowie bei Wildwechselwarnschildern. Das heißt, dass Ihnen jederzeit Rehe unkontrolliert vor das Fahrzeug laufen können. Dem ersten folgt oft das zweite – also immer bremsbereit sein. Verzichten Sie auf Ausweichmanöver; die gehen meist schlimmer aus als ein Zusammenprall. Lenkrad gerade halten und bremsen, wenn es der nachfolgende Verkehr zulässt. Nach Möglichkeit hupen und – wenn Tiere in der Dämmerung oder Dunkelheit auf die Fahrbahn laufen – abblenden, sonst fühlen sie sich im Lichtkegel gefangen und weichen nicht zur Seite aus.

 

Erschreckende Zahlen

Rund 20.000 Rehe, 3.000 Wildschweine sowie Tausende von Hasen, Füchsen und anderen Wildtieren sterben jedes Jahr in Baden-Württemberg kläglich im Straßenverkehr. Die Entsorgung übernehmen freiwillig die Jäger. Sie müssen die Tiere unschädlich beseitigen; Unfallwild ist vom Verzehr ausgeschlossen. In manchen, von Straßen zerschnittenen Jagdrevieren wird über die Hälfte des vorgeschriebenen Rehwildabschusses vom Straßenverkehr „erledigt“.

Ein rund 25 Kilo leichtes Reh hat bei einem Zusammenstoß mit 60 km/h ein Aufprallgewicht von 800 Kilo.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) registrierte bundesweit 2015 mit knapp 263.000 Unfällen einen neuen Höchststand. Noch nicht berücksichtigt sind hierbei Wildunfälle, die von Autofahrern nicht gemeldet wurden. Die Dunkelziffer liegt  wahrscheinlich vermutlich fünfmal so hoch. Auch Todesfälle hat es in den vergangenen Jahren gegeben.

Was tun, wenn es doch passiert?

Warnweste überziehen, die Unfallstelle durch ein Warndreieck absichern und die Polizei informieren!

ZECKEN und FSME

 

Wo leben Zecken?

Zecken sind weltweit verbreitet und kommen überall da vor, wo ihre Wirtsarten leben. Die Verbreitung der einzelnen Arten hängt von der Verbreitung ihrer jeweiligen Wirte und außerdem von Umweltfaktoren wie Temperatur und Luftfeuchte ab.

 

Was fressen Zecken?

Beim Saugvorgang schafft das Tier mit den Mundwerkzeugen eine Wunde, indem Gewebe mit kleinen Blutkapillaren aufgerissen wird. Das sich hier ansammelnde Blut wird anschließend aufgesaugt.

 

Was sollte ich über Zecken wissen?

Zecken übertragen aufgrund ihrer Lebensweise häufig Krankheitserreger zwischen den Wirten, ohne jedoch selbst zu erkranken. Es handelt sich dabei um mehr Arten von Krankheitserregern als bei jeder anderen parasitischen Tiergruppe. Da regelmäßig auch Menschen durch Erkrankungen wie Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen oder Neoehrlichiose betroffen sind, ist ein Zeckenstich eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden sollte.

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Sofortmaßnahmen bei einem Zeckenstich

Was aber tun, wenn man tatsächlich von einer Zecke gestochen wurde? Zunächst muß sie fachgerecht aus der Haut herausgezogen werden, am besten mit einer speziellen, in der Apotheke erhältlichen Zeckenkarte, einer Zeckenpinzette oder einer Zeckenzange. Eine Desinfektion der Einstichstelle verhindert, daß noch nachträglich Keime eingeschleppt werden und sich eine Entzündung einnistet. Die wichtigere Frage allerdings, die sich jetzt stellt, ist natürlich: besteht ein Risiko, daß ich mich mit Borrelien, mit FSME oder vielleicht sogar beidem angesteckt habe?  

Man kann auf verschiedene Weisen mit dieser Unsicherheit umgehen, und jeder muß selbst für sich entscheiden, welches der beste Weg für ihn ist. Man muß dabei allerdings berücksichtigen, daß sich die frühen Krankheitszeichen oftmals nicht typisch zeigen und mehrdeutig sind. Auch kommt es vor, daß eine Borrelieninfektion sich gar nicht durch frühe Krankheitszeichen zu erkennen gibt, aber doch im Körper fortbesteht und erst später, manchmal nach Jahren, als chronische, fortgeschrittene Lyme-Borreliose auffällt. Und diese ist leider oft nur schwierig zu behandeln.

FUCHSBANDWURM

 

Fuchsandwurm-Erkrankungen werden oft zufällig bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums entdeckt. Nur in wenigen Fällen zeigen sich beim Menschen Symptome. Die Ansteckung mit dem Parasiten erfolgt über die Aufnahme von Eiern aus der Umwelt. Die Larven bilden je nach Erkrankung blasenartige Strukturen. Bei der Fuchsbandwurm-Erkrankung ist in 98 Prozent der Fälle die Leber betroffen. Sie kann ohne eine Therapie mit Medikamenten sogar tödlich verlaufen.

 

Früher steckten sich vor allem Landwirte und Jäger mit dem Fuchsbandwurm an. Heute trifft es auch Menschen in der Stadt. Der Grund: Füchse, die den Parasiten in sich tragen, wandern in die Städte. In ihrem Kot finden sich die Eier des Wurms, der beim Menschen die potenziell lebensgefährliche Echinokokokkose, zu deutsch: Fuchsbandwurmerkrankung, auslösen kann.

Laut dem Robert Koch-Institut gab es 2016 circa 30 Fälle einer Fuchsbandwurmerkrankung in Deutschland, der Großteil wurde aus Bayern oder Baden-Württemberg gemeldet.

 

Infektion mit dem Fuchsbandwurm

Als Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm dienen hauptsächlich Mäuse, Ratten und andere Nagetiere. Wird eine infizierte Maus von einem Fuchs oder einem Hund gefressen, findet der Parasit in ihnen einen genetisch idealen Endwirt. Über die Ausscheidungen der infizierten Füchse oder Hunde gelangen Wurmeier in die Umwelt. Diese sind widerstandsfähig genug, um selbst eisige Temperaturen von unter -20 Grad zu überstehen. Eine Ansteckung erfolgt üblicherweise durch die versehentliche Aufnahme der Eier über den Mund. Aber nicht alle infizierten Personen mit positiven Bluttests erkranken wirklich an der alveolären Echinokokkose. Die ersten Symptome wie Oberbauchschmerzen oder Gelbsucht zeigen sich frühestens nach fünf bis zehn Jahren.

 

Übertragung vom Haustier zum Menschen

Ob der Haushund im Wald einen toten Fuchs entdeckt oder das apportierte Stöckchen zuvor an einer durch Fuchskot verschmutzten Stelle gelegen hat: Die Weitergabe des Fuchsbandwurms durch den Hund an den Menschen ist möglich. Daher sollten Hunde wie Katzen regelmäßig entwurmt werden. Nach Spaziergängen in Risikogebieten den Hund abduschen.

 

Wer gefährdet ist

Zu den sogenannten Endemie-Gebieten des Fuchsbandwurms gehört der gesamte süddeutsche Raum, vor allem Baden-Württemberg und Bayer. Rund zwei Monate nach dem Kontakt, zum Beispiel mit einem toten Tier, ist im Blut feststellbar, ob die Person Wurmeier aufgenommen hat. Vorsichtig sollten aber auch Menschen sein, die nahe am Wald wohnen oder im heimischen Garten schon einen Fuchs gesehen haben – beispielsweise am Komposthaufen. Wer Fuchskot im Garten findet, sollte ihn mit einer Schaufel entfernen und die Stelle mit heißem Wasser übergießen, um mögliche Erreger abzutöten.

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