Nachhaltige Naturnutzung

 

NACHHALTIGE NATURNUTZUNG

 

Der Begriff Nachhaltigkeit beschreibt ein Nutzungsprinzip.

 

Anfang der 70er Jahre begann sich unsere ländlich geprägte, kleinbäuerliche Heimat, begannen sich Landwirtschaft, Straßenbau und Forstwirtschaft, aber auch das Lebensverständnis der Gesellschaft, in bislang nicht gekanntem Maße zu verändern. Die kleinparzellige Dreifelderwirtschaft verschwand, die fast ausschließlich ertragsorientierte Waldbewirtschaftung setzte ein. Der Wald und das Feld wurden immer weniger als lebenswichtige Ressource für Nahrung, für Brenn- und Baumaterial begriffen, sondern als Investitionsobjekt oder Freizeitgelände. Durch das massenhafte Verschwinden von Wiesen und den Einzug von Monokulturen, wie beispielsweise dem Maisanbau, begann sich in der Folge Bestand und Vielfalt erster Pflanzen- und Tierarten spürbar zu verringern. Ab Mitte der 80er Jahre brachen einzelne Pflanzen- und Tierarten fast vollständig in ihrem Bestand ein. Es verschwanden die typischen Wiesenblumen und mit ihnen die Schmetterlinge, das Rebhuhn ebenso wie fast alle Brachvögel. Wie auch anderswo auf dem Land wurde das kleingliedrige Bewässerungssystem nicht mehr gebraucht – ein wertvoller Lebensraum aus Menschenhand drohte zu verschwinden. Viele ortsansässige hauptberufliche Bauern mussten aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihre über Generationen mit Schweiß und Hingabe aufgebauten Familienbetriebe stilllegen.

 

Die Naturlandstiftung Baden setzt sich daher dafür ein, die Natur ausschließlich unter dem Regelungsvorbehalt der Nachhaltigkeit, zu nutzen. Dessen Kern ist es, eine Ressource so zu nutzen, dass sie keinen bleibenden Schaden nimmt und auch künftigen Generationen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Nachhaltigkeit bedeutet Maßhalten, Selbstdisziplin und Selbstbeschränkung. Nachhaltigkeit ist das Gegenkonzept zur rücksichtslosen Ausbeutung einer Ressource.

 

THEMEN

PROJEKTE

Wir wollen keine Öko-Romantiker sein, fordern kein Zurück zur Pflugschar.

Im Gegenteil, es ist uns nur zu bewusst, dass z.B. die industrialisierte Landwirtschaft  mit ihrer enormen Produktivitätssteigerung weltweit die Ernährung von mittlerweile 7,1 Milliarden Menschen sicher zu stellen hat. Laut Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) lägen ohne moderne Anbaumethoden die Nahrungsmittelpreise 35 bis 65 Prozent höher als heute und wären somit unerschwinglich für eine Vielzahl von Menschen. An diesen Fakten hat sich letztlich auch eine Umweltpolitik auszurichten, die über bloße Symbolpolitik hinausgeht. Auch und gerade dann, wenn sie nicht nur gut gemeint, sondern auch gut durchdacht ist.

 

Umso dringlicher empfinden wir es als unsere Aufgabe, dort, wo traditionell bewirtschaftete landwirtschaftliche oder natürliche Flächen in hohem Maße neuen Anforderungen weichen müssen, überkommene Lebensräume unserer Heimat zu erhalten und zu bewahren. Mit ihrer Artenvielfalt gehören sie ebenso zu unserem Erbe wie die Zivilisationsgüter aus Menschenhand. Daher gilt es, die von der Natur geschaffenen Ökosysteme gleichermaßen in die geschichtliche Erinnerungskultur einzubinden. Dabei werden die mit der landschaftlichen Entwicklung verbundenen Interessen - wie die der Kommunen oder der Land- und Forstwirtschaft -berücksichtigt, um zu möglichst einvernehmlichen Lösungen zu kommen.

 

Die Naturlandstiftung Baden setzt sich deshalb dafür ein den Dialog zwischen Akteuren aus der Forst- und Landwirtschaft, dem Umwelt- und Naturschutz sowie aus Wissenschaft und Verwaltung zu fördern und die Umsetzung von Maßnahmen in der Wald- und Landwirtschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt zu unterstützen. Der Dialog wird augenblicklich beispielhaft in der Thematik „Nutzungsarten des Waldes“ geführt.

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