Nachhaltige Naturnutzung  >  Jagd

 

JAGD MUSS AUSSCHLIEßLICH

NACHHALTIG UND TIERSCHUTZGERECHT SEIN!

DIE JAGD

 

Die Jagdausübung sollte ausschließlich nachhaltig und tierschutzgerecht sein!

Kehl Jagdgesetz Tierschutzgesetz ökologisch

Wenn Jagd im Sinne einer nachhaltigen Nutzung praktiziert wird, bedeutet sie keinen Widerspruch zum Natur- und Artenschutz. Im Gegenteil: Seit Urzeiten hat der Mensch Wildbret als ein hochwertiges Lebensmittel gewonnen. Nachhaltiges jagdliches Handeln vernichtet keine Arten, sondern trägt wesentlich zur Erhaltung von Wildarten und zur Artenvielfalt bei. Schließlich werden über die Jagd die Bestände gerade bei Reh- und Schwarzwild, an die vom Menschen immer mehr veränderten und verkleinerten Lebensräume, an die Tragfähigkeit des jeweiligen Lebensraumes angepasst. Kehl

 

 

Jagdbares Wild

Regional unterschiedlich ist die Jagd auf das sogenannte Raubwild zu sehen. Hierunter fallen Fuchs, Dachs, Waschbär, Marderhund Marder und Iltis. Die Bejagung kann auch aus ökologischen Gründen sinnvoll sein, wenn in einer Region ein bestimmtes Artenschutzziel verfolgt wird wie zum Beispiel die Erhaltung am Boden brütender Vogelarten. Unserer Meinung nach sollte und muss Raubwild nur bejagt werden, wenn der Balg auch genutzt wird oder um Krankheiten wie Räude, die auch auf Rinder übertragen werden kann, einzudämmen. Der Waschbär und die Rabenvögel (insbesondere Krähen; falls regional gesetzlich erlaubt) allerdings, welche sich zunehmend ausbreiten, sollten intensiv bejagt werden. So sollte versucht werden, ihre weitere Ausdehnung zu verlangsamen und ihren Einfluss als Beutegreifer auf die Vogelwelt insbesondere auf die hochbedrohten Vogelarten zu reduzieren.

Ruhe im Revier: Störungsarm, effizient und zielgerichtet

Grundsatz für die Jagd sollte sein, dass sie effizient, störungsarm und zielgerichtet ausgeübt wird. Die Naturlandstiftung fordert mit Blick auf die Jagd Richtlinien, die über die für alle verpflichtenden Gesetze hinausgehen. Von besonderer Bedeutung sind kurze Jagdzeiten und größtmögliche Jagdruhe im Wald und dem unmittelbar anschließenden Feld. Hier soll das Wild sein Bedürfnis nach Sicherheit und Äsung gleichermaßen stillen können. Daher sollte überwiegend in der Jagdruhezone der Anbau von Kleegras, Luzerne und Verbissgehölzen vorherrschen.Stadt Kehl

Die Jagd sollte ausschließlich von erfahrenen und ortsansässigen Jägern, von ortsansässigen Helfern unterstützt, ausgeübt werden. Einmal- bis maximal zweimal im Jahr können kleinere Bewegungsjagden mit einer kleinen Treiberwehr und nur angeleinten Hunden stattfinden. Der Erfolg dieser Jagdstrategie, die nicht das ganze Revier beunruhigt und kein panikartiges Fluchtverhalten des Wildes auslöst, äußert sich in einer guten Schussqualität, einem besseren Verhältnis zwischen abgegeben Schüssen und erlegtem Wild (meistens 100%) sowie einer deutlich geringeren Störung. Das Wild muss anschließend  von den verantwortlichen Jagdteilnehmern nach den strengen gesetzlichen Hygienevorschriften versorgt werden. In entsprechenden Wildküchen wird das Wild dann entsprechend portioniert, vakuumiert und anschließend in der Kühlzelle gelagert.

Strenge Richtlinien

Jeder Schuss, der nicht unmittelbar ein Stück Wild tötet, sollte in einem Jagdrevier kontrolliert werden. War es wirklich ein Fehlschuss? Oder ist das Wild verletzt worden? Die Kontrolle mit einem dafür ausgebildeten Hund schafft schnell Klarheit. Sollte ein Stück Wild verwundet worden sein, wird es mit einem erfahrenen Schweißhundführer nachgesucht, aufgespürt und – soweit es noch nicht verendet ist - fachgerecht getötet. Dem Wild vermeidbare Leiden zu ersparen, ist eine wichtige Grundlage für waidgerechtes und damit dem Tierschutzgesetz konformes Jagen.Stadt Kehl

Auch bei den Jagdzeiten fordern wir auf die arteigenen Ansprüche der Schalenwildarten zu achten. Die Jagdzeit sollte freiwillig bereits am 31. Dezember enden, denn in den Wintermonaten reduziert das Rehwild seinen Stoffwechsel und lebt auf Sparflamme. Wer es jetzt stört – ob Wanderer oder Jäger – provoziert den Schaden am Wald. Die Nachtjagd sollte ausschließlich nur auf den Fuchs an schneereichen Tagen und nur an wenigen Kirrungen in Waldrandlage ausgeübt werden.

Die Naturlandstiftung steht zur Jagd in Deutschland! Erst die praktische Art der Jagdausübung zeigt, ob Verpächter und Pächter einer Jagd sich permanent kritisch überprüfen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in das Jagdmanagement einfließen lassen und Fragen der Jagdethik und des Tierschutzes eine hohe Bedeutung beimessen.

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