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PROJEKT:

WILLKOMMEN WILDKATZE

WILLKOMMEN WILDKATZE

 

Die Wildkatze ist streng geschützt. Sie verbringt fast ihr gesamtes Leben im Wald. Zum Schutz der Wildkatze sollten naturnahe, strukturreiche Wälder gefördert und erhalten werden. Ein Nutzungsverzicht in Form von Bannwald auf Teilflächen des Waldes würde der Wildkatze ebenfalls zu Gute kommen. Dort findet sie geeignete Lebensraumbedingungen, wie z.B. Baumhöhlen in alten oder abgestorbenen Bäumen  zur Aufzucht ihrer Jungen.

 

Verbindungskorridore aus Hecken und Bäumen zwischen Waldgebieten würden der Wildkatze bei ihrer Ausbreitung helfen, da sie große waldfreie Flächen nicht gerne durchquert. Zusätzlich können Leitzäune und Querungshilfen (Unterführungen, richtige Ausführungen von Bach- und Flussdurchbrüche  und Grünbrücken) an Hauptverkehrsadern und  Autobahnen die Anzahl der Verkehrsopfer verringern.

Schutzmöglichkeiten im Wald

Viele unserer Wirtschaftswälder bieten anspruchsvolleren Wildtieren wie der Europäischen Wildkatze nur wenig Raum zum Leben: zu monoton, zu eintönig. Die Wildkatze liebt abwech­slungsreiche, naturnahe Laub- und Mischwälder mit Baumhöhlen, Totholz­haufen, Felsen, strukturreichen Waldrändern, kleinen eingestreuten Wiesen oder Bachtälern. Zur sicheren Aufzucht ihrer Jungen und zum Ausruhen am Tage braucht sie Verstecke. Wiesen in und am Wald, Windwurfflächen und Lichtungen nutzt sie besonders gern zur Jagd auf Mäuse – ihrer bevorzugten Beute.

 

Wir sollten für die Wildkatze im Wald:

  • Totholz, hohles Stammholz und umgestürzte Wurzelteller liegen lassen
  • Errichten von Kronenwälle, Reisighaufen und dauerhafte Holzpolter.
  • Schonen alter Bäume mit Höhlen und alte Laubwaldbestände.
  • Windwurf- oder Eschentriebsterbeflächen der natürlichen Sukzession überlassen.

 

 

Schutzmöglichkeiten im Feld

Die Wildkatze profitiert von der Agrarlandschaft: Gerne jagt sie auf waldnahen Wiesen und reich mit Hecken und Waldinseln durchzogenem Grünland Mäuse. Auf ihren Wanderungen von Wald zu Wald durchquert sie die Feldflur. Dabei braucht sie Deckung. Denn die Europäische Wildkatze ist sehr scheu und wagt sich nicht auf große ausgeräumte Felder.

 

Große Ackerschläge sind für sie daher eine Barriere, sie sitzt dann in ihrem Wald fest wie auf einer Insel. Überall dort, wo Sie Biotope wie Hecken oder Gehöl­ze in der Feldflur erhalten, geht es ihr besser. An diesen Strukturen kann sich die Wildkatze auf ihren Wanderungen orientieren und Schutz finden.

Idealerweise ist so ein Wanderkorridor eine durchgängige breite Hecke oder ein Waldstreifen. Aber auch kleinere Strukturen werten die Feldflur auf. Davon profitieren auch viele selten gewordene Arten der Agrarlandschaft, wie Feldhase und Rebhuhn.

 

Wir sollten für die Wildkatze im Feld:

  • Strukturen in der Feldflur erhalten und schaffen.  Hecken, Feldgehölze, Einzelbäume, Lesesteinhaufen, Brachen, Tümpel und Ackerrandstreifen bieten der Wildkatze Deckung auf ihren Wanderungen.

Dort wo es der Wildkatze gut geht, fühlen sich auch viele andere Arten wohl. Gemeinsam mit Politik, Behörden und Bürger/Bürgerinnen möchte die Naturlandstiftung Baden für die Wildkatze einen Lebensraum schaffen.

Gemeinsam mit anderen engagiertne Naturschützern sammelt und analysiert die Naturlandstiftung Baden zudem Wildkatzenhaarproben, um mehr über die Verbreitung und Wanderungen der scheuen Wildkatzen zu erfahren.

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