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DIE BIENEN

Wie erkenne ich Bienen?

Die Honigbiene, Sinnbild von Fleiß und Fruchtbarkeit, gilt nach dem Rind und dem Schwein als drittwichtigstes Nutztier. Nicht nur Honig und Bienenwachs sind ein Wirtschaftsfaktor - die fleißigen Insekten bestäuben auch rund achtzig Prozent der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, wie zum Beispiel Früchte und Nüsse. Zwar fliegen auch Schmetterlinge, Motten und Fliegen von Blüte zu Blüte, die Biene aber ist der Bestäuber Nummer eins! Ohne sie könnten massive Engpässe bei der Nahrungsmittelproduktion drohen

 

Welche Geräusche gibt sie von sich?

Die Geräusche werden durch die Flugmuskulatur und durch Anpressen der Königinnen an die Wabe erzeugt. Die Bienen nehmen die Schwingungen bzw. die Vibrationen über ihre Beine wahr.

 

Wo leben sie?

Geeignete Lebensräume sind zum Beispiel blütenreiche Wegränder, breite Wald- und Heckensäume, Acker- und Wiesenbrachen, extensiv genutzte Halbtrockenrasen, aber auch Flussauen, Kies- und Lehmgruben oder Felshalden. Die verschiedenen Wildbienenarten stellen dabei aufgrund ihrer unterschiedlichen Nistweisen und Blütenvorlieben unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum.

 

Wie kann ich sie beobachten?

Leider spielt sich das Leben in einer Wildbienen­kinderstube ausschließlich im Verborgenen ab. Sobald die Biene vor­wärts (zum Auswürgen von Nektar) oder rückwärts (zum Abstreifen von Pollen) in die Brutröhre gekrochen ist, haben Na­turgarten-Paparazzis keine Chance mehr. Wäre es nicht wunderbar, die Entwicklung der Larven aus nächster Nähe beobachten zu können? Die Ver­puppung und das Schlüpfen im nächsten Frühjahr? Den Befall und die Entwick­lung von Parasitoiden? Dieser Wunsch führte zu einer auf den ersten Blick genialen Entwicklung: Dem Beobachtungs­nistkasten. Aus pädagogischer Sicht ein fantasti­sches Werkzeug um Kinder, aber auch Erwach­sene mit völlig neuen Einblicken zu begeistern.

 

 

Was fressen sie?

Bienen ernähren sich rein vegetarisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind süße Pflanzensäfte – insbesondere Nektar. Für die Eiweißversorgung sind sie auf Pollen angewiesen. Arten der staatenbildenden Gattungen und Familien, wie Hummeln, Meliponini und vor allem Honigbienen legen Futtervorräte an. Diese dienen der ganzen Kolonie zum Überleben in nahrungsfreien Zeiten, wie z.B. der Regenzeit (Tropen) oder einer Winterperiode in kühleren Klimaregionen.

 

Was bedroht sie?

Neben den Parasiten, die den Bienen schaden, machen sich die Imker auch über die immer intensivere Landwirtschaft Sorgen: Auf den Feldern gedeihen oft nur noch Monokulturen. Nach der Ernte finden die Bienen keinen Nektar und keine Pollen mehr. Weil Monokulturen immer häufiger artenreiche Mischlandschaften verdrängen, ist der tierische Speiseplan eingeschränkt. Das schwächt das Immunsystem und macht anfällig für Schädlinge.

 

Wie kann ich ihnen helfen?

Aufgrund ihrer vielseitigen Lebensraumansprüche ist der Schutz von vielen Wildbienenarten unweigerlich mit dem Erhalt trockener und halbtrockener Biotoptypen, sowie strukturreicher kleinteiliger Landschaftselemente verbunden, die ein großes Angebot an verschiedenen Blütenpflanzen und Nistmöglichkeiten bieten. Leider sind es gerade diese Lebensräume, die in den letzten Jahrzehnten der auf Effizienz getrimmten industriellen Landwirtschaft und dem hohen Flächenverbrauch zum Opfer gefallen sind. Auch Hecken und bunte Feldränder werden immer seltener.

Die Naturlandstiftung hat ca. 3,5 Hektar mit hochwertigen Saaten als Bienenweide und Blühwiese eingesät. Des Weiteren haben wir ortsansässigen Imkern Plätze auf verschieden Stiftungsflächen zum Platzieren von Bienenvölkern zur Verfügung gestellt.

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