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DER BUNTSPECHT

Wie erkenne ich den Buntspecht?

Der Buntspecht ist etwa 23 Zentimeter groß. Seine Flügelspannweite beträgt zwischen 34 und 39 Zentimeter. Er ist zwischen 60 und 90 Gramm schwer. Sein Gefieder ist oberseits schwarz gefärbt mit zwei großen weißen Flügelflecken und unterseits gelblich-grau. Die Unterschwanzdecken sind lebhaft rot gefärbt. Nur das Männchen hat einen roten Genickfleck und Jungtiere haben einen roten Scheitel. Die Wangen sind weiß gefärbt. An den Halsseiten finden sich schwarze Bartstreifen.

Die Buntspechte haben spitze, gebogene Krallen an ihren Kletterfüßen, womit sie sich an der Borke festhalten. Zwei Krallen zeigen dabei nach vorne und zwei nach hinten. Ungewöhnlich dick ist ihre Haut, die sie vor Insektenstichen schützt. Eine federnde, gelenkartige Verbindung zwischen der breiten Schnabelbasis und dem Schädel federt die Erschütterung ab, die beim Zimmern der Spechthöhle entsteht.

 

Welche Geräusche gibt er von sich?

Dem Anlocken der Weibchen in der Balzzeit und der Revierabgrenzung dient das „Trommeln“, eine sehr schnelle, bis 2 Sekunden dauernde Folge von 10 bis 15 Schnabelschlägen. Das Trommeln ist bereits im ausgehenden Winter zu hören. Die Männchen beginnen mit dem Trommeln, sobald die von ihnen gezimmerte Höhle bezugsfertig ist, und nutzen dabei alle verfügbaren Resonanzkörper. Typisch sind hohle Baumstämme oder tote Äste. Buntspechte lassen ihre Wirbel jedoch auch an Regenrinnen erklingen. Während einzelne Trommelwirbel, die nur aus 10 bis 20 Einzelschlägen bestehen, das ganze Jahr über erklingen, sind die Trommelwirbel des Männchens während der Balzzeit ab Dezember länger und erklingen häufiger. Auch die Weibchen lassen Trommelwirbel erschallen, wenn sie sich im Revier eines Männchens befinden, und machen damit auf sich aufmerksam.

 

Wo leben sie?

Man kann ihn sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern finden, aber auch in Parks und in der Kulturlandschaft, sofern dort Alleen, Windschutzstreifen oder kleine Baumgruppen vorhanden sind. Eichen- und Buchenmischwälder mit viel Alt- und Totholz sind für ihn optimale Lebensräume. Im Winter bleiben Buntspechte in ihrem Lebensraum.

 

Was fressen sie?

Der Buntspecht ernährt sich während der überwiegenden Zeit des Jahres hauptsächlich von Insekten und ihren Larven, die er mit kräftigen Schnabelhieben unter der Borke hervorholt. Während der Winterzeit ist er in der Lage, seine Ernährung umzustellen. In dieser Zeit, in der Insekten knapp sind, frisst er Nüsse, Beeren und Samen. Viele der fettreichen Samen, die ihm im Winter zur Ernährung dienen, müssen erst geknackt werden. Zur Gewinnung der letzteren hackt er oft in einen Ast ein Loch, um den Zapfen darin festzuklemmen.

 

Was bedroht sie?

Der Buntspecht benötigt lebendige und vielfältige Wälder. Die NATUTLANDSTIFTUNG BADEN fordert deshalb, mehr Totholz im Wald zu lassen, damit die Spechte genug Nahrung finden. Vor allem gilt es, Wälder naturnah zu bewirtschaften, so dass nicht nur viele Baumarten, sondern auch junge und alte Bäume gleichzeitig im Wald stehen.

 

Wie kann ich ihnen helfen?

Gerade bei der Umgestaltung von Wäldern können viele Bürger mithelfen. Sie können ihre Stadt- und Gemeinderäte bitten, sich dafür einzusetzen, dass die kommunalen Wälder naturnah bewirtschaftet werden, damit sie vielfältiger und lebendiger werden - zum Nutzen der Spechte und der Menschen.

 

NATURLANDSTIFTUNG BADEN - FÜR NATUR & MENSCH

Auch der Buntspecht macht dankbar Gebrauch von Ihrer persönlichen Hilfe. Platzieren Sie Futtersysteme und Nistkästen in Ihrem Garten und geniessen Sie diesen aussergewöhnlichen Trommler in ihrer Umgebung.

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