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DIE GELBBAUCHUNKE

Kehl Bodersweier Kehl Ortenaukreis

Wie erkenne ich die Gelbbauchunke? Kehl

Die Größe der Männchen und Weibchen liegt zwischen 35 und 56 Millimetern Die Oberseite ist lehm- bis graubraun, wobei manchmal in der Nackengegend schmale dunklere Drüsenkomplexe und verwaschen helle Flecken sichtbar sind. Die Unterseite inklusive der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen ist intensiv hellgelb bis orange gefärbt und mit bleigrauen bis schwarzen Flecken oder Flächen durchsetzt. Meist liegt der Gelbanteil bei mehr als der Hälfte der Fläche.

 

Wo lebt sie?

Die Gelbbauchunke gehört zu den Amphibien mit einer engen Gewässerbindung. Ursprünglich war die Art ein typischer Bewohner der Bach- und Flussauen. Auch in ihren zivilisatorischen Ersatzbiotopen bevorzugt sie temporär wasserführende Klein- und Kleinstgewässer auf lehmigem Grund, wie Traktorspuren, Pfützen und kleine Wassergräben. Meist sind diese vegetationsarm und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden. Durch die schnelle Erwärmung der Gewässer ist eine rasche Entwicklung des Laichs und der Larven gewährleistet.

Die große Mobilität der Jungtiere begünstigt die spontane Besiedlung von neu entstehenden Lebensräumen. An Land suchen die Tiere Verstecke unter Steinen, Totholz und in Lücken- und Spaltensystemen von Felsen auf.

 

Wie kann ich sie beobachten?

Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv gehen sie auf die Jagd nach Insekten.

 

Was frisst sie?

Insekten ( z.B. Käfer, Ameisen, Zweiflügle) und deren Larven sind die bevorzugte Speise der Gelbbauchunke.

 

Was bedroht sie?

Eine Gefährdung für die Vorkommen der Gelbbauchunke geht vor allem von Lebensraumverlusten aus, wie sie beispielsweise durch das Verfüllen von Tümpeln, durch Ausbau von unbefestigten Waldwegen und Rückegassen, aber auch durch natürliche Sukzession (vor allem die Verbuschung) der Pionierbiotope auftreten. Infolge einer räumlichen Verinselung, also einer Fragmentierung der Habitate (beispielsweise durch Straßen oder intensive Landwirtschaft), werden Vorkommen voneinander getrennt. Dadurch werden der genetische Austausch zwischen den Populationen und die Zuwanderung von außen eingeschränkt, was letztlich die Überlebensfähigkeit der isolierten Bestände gefährdet.

 

Wie kann ich ihm helfen?

Stärkung bestehender Gelbbauchunken-Populationen durch die Schaffung von Rohbodenflächen und Tümpelketten. Desweiteren Renaturierung von Fluss- und Bachauen, um die Art zukünftig unabhängiger von Naturschutzmaßnahmen zu machen. Stellenweise Installierung von extensiver Beweidung zur Offenhaltung und Pflege der Lebensräume.

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