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DER KIEBITZ

Wie erkenne ich den Kiebitz?

Kiebitze sind mit einer Gesamtlänge von ca. 30 Zentimetern etwa so groß wie Tauben. Charakteristisches Merkmal sind die schwarzen, aufrecht stehenden Kopffedern, auch Holle genannt. Bei den Weibchen und Jungvögeln ist die Holle etwas kürzer. Das Weibchen unterscheidet sich auch durch den Kehlfleck vom Männchen: Seiner ist schwarz, ihrer ist schwarz mit einer weißen Mitte. Die Oberseiten der Flügel sind ebenfalls schwarz und schimmern metallisch grün. Kiebitze wiegen zwischen 130 und 330 Gramm und können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Welche Geräusche gibt er von sich?

Der Name des Kiebtiz’ ist lautmalerisch seinen Rufen nachempfunden. Das prägnante „kiee-wiiitt“ zieht er nach oben, weshalb sein Ruf klagend klingt. Diese Laute sind Teil der Balz. Aber auch sonst zieht der Kiebitz mit lauten Fluggeräuschen die Aufmerksamkeit auf sich.

 

Wo lebt er?

Als Bodenbrüter braucht der Kiebitz weite, offene und wenig strukturierte Flächen und Feuchtwiesen. Ursprünglich war er ein Bewohner der eurasischen Niederungsgebiete. Heute hat er sich notgedrungen auch an die Kultur- und Ackerlandschaften angepasst. Nur in milden Wintern bleibt der Kiebitz in Norddeutschland. Aber eigentlich ist er ein Kurzstreckenzieher, d.h. er überwintert in Frankreich, Spanien und im nord-westlichen Afrika.

 

Wie kann ich ihn beobachten?

Kiebitze sind vor allem in Schutzgebieten mit hohem Feuchtgrünlandanteil anzutreffen, z. B. die Wümme-Niederung (Niedersachsen), die Dümmer-Region (Niedersachsen), die Sorge-Treene-Niederung (Schleswig-Holstein) oder an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern).

Dort findet man Kiebitz-Paare zur Brutzeit im Frühling. Die Nestmulde wird vom Männchen angelegt und mit Pflanzenteilen ausgelegt.

 

Was frisst er?

Insekten und deren Larven sind die bevorzugte Speise der Kiebitze. Seltener pickt er auch vegetarische Kost wie Samen, Fruchtstände oder Getreidekörner. Um seine Beute zu fangen, greift der Kiebitz zu einem Trick, dem „Fußtrillern“. Dabei klopft er mit seinen Füßen auf den Boden und lockt so Würmer und Larven hervor.

 

Was bedroht ihn?

Der Kiebitzbestand sinkt beängstigend schnell! Grund hierfür sind nicht seine natürlichen Feinde wie das Weidevieh oder Nesträuber wie Fuchs, Marder, Hermelin oder Rabenkrähe, sondern der Mensch und seine intensivierte Landwirtschaft. Küken werden in den ersten Silageschnitten niedergemäht oder verhungern in den entwässerten, insektenfreien, landwirtschaftlichen Nutzflächen.

 

Wie kann ich ihm helfen?

In erste Linie müssen Politiker, Umweltbehörden und Landwirte aktiv werden. Das ehemals reich strukturierte Kulturland muss wiederhergestellt werden. Ackerrandstreifen sollen zurückkehren und landwirtschaftliche Nutzflächen länger brach liegen. Der Grundwasserspiegel muss steigen, der Einsatz von Düngemittel und Bioziden sinken.

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