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DIE WILDKATZE

Wie erkenne ich die Wildkatze?

Die Europäische Wildkatze oder Waldkatze ist in Europa, einigen Mittelmeerinseln und Teilen Südwestasiens verbreitet und zeichnet sich vor allem durch den buschigen Schwanz aus, der in einer breiten, stumpfen Rundung endet. Am Schwanzende finden sich häufig drei schwarze „Kringel“. Das Fell ist dicht, das Streifenmuster recht auffällig, aber auch oft verwaschen. Im Mittel wiegen erwachsene Männchen ca. 5 kg und Weibchen 4 kg und haben die Größe einer Hauskatze.

 

 

Wo lebt sie?

Die Wildkatze war bis zur Entwicklung von Land- und Weidewirtschaft in ganz Europa verbreitet. Sie bewohnen große, alte und strukturreiche Misch- oder Laubwälder mit ruhigen, heckenreichen Waldsäumen. Die Reviergröße ist abhängig vom Angebot an Beute und Verstecken 2 bis 9 Quadratkilometer pro Katze. In Baden-Württemberg galt die Wildkatze seit 1912 als verschwunden, bis 2006 und 2007 am Kaiserstuhl überfahrene Tiere eindeutig als Wildkatzen identifiziert wurden und damit erstmals seit 1912 wieder nachgewiesen werden konnten. Daher plant man nun auch in diesen Gebieten, die Lebensräume großzügig zu vernetzen.

 

Was frisst sie?

Grundnahrung der Wildkatze in Mitteleuropa sind vor allem Mäuse, seltener auch Kaninchen, Eidechsen, Frösche, Insekten und Kleinvögel, kaum pflanzliche Nahrung und Aas nur in Ausnahmefällen.

 

Was bedroht sie?

Die Wildkatze ist als Art nicht gefährdet. Allerdings galt er seit dem 19. Jahrhundert in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas als ausgestorben. Die Bejagung hatte daran nur regionalen und zeitweisen Anteil, es waren die erheblichen Eingriffe in die Struktur der Landschaft insbesondere des Waldes und der Straßenverkehr die zur Gefährdung führten.

 

Wie kann ich ihr helfen?

Die Wildkatze zählt in Deutschland zu den „streng geschützten“ Tierarten. Ihre Zukunft bei uns hängt aber davon ab, ob wir bereit sind der Zerstörung und Zerschneidung alter Wälder entgegenzuwirken und wie wir die Unfälle auf Straßen und Bahnschienen reduzieren können.

Die Wildkatze steht beispielhaft für viele Waldtierarten, wie Feldhase oder Rehe, die naturnahe und verbundene Wälder zum Überleben brauchen. Nur so können sie sich gefahrlos ausbreiten und unsere heimischen Wälder wieder erobern. Deshalb setzt sich die Naturlandstiftung Baden für die Wildkatze ein, indem sie sich für unsere Wälder und deren Wiedervernetzung starkmacht.

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