JAHRESBERICHTE

Wir haben etwas bewegt!

JAHRESBERICHTE

WIR HABEN ETWAS BEWEGT!

JAHRESBERICHTE
WIR HABEN ETWAS BEWEGT!

Wer, wie, was -

all das können Sie in unseren jährlichen Jahresberichten nachlesen.


JAHRESBERICHT   2024


VORWORT

   

Heimische Wildblumen, Kräuter und Insekten werden gerade hier in Mitteleuropa immer seltener. Die Naturlandstiftung Baden steuert mit ihren regionalen Projekten dem Rückgang der Artenvielfalt entgegen.

 

Eine ihrer Hauptaufgaben sieht die Stiftung nach wie vor in der Pflege und Neuentwicklung artenreicher Mäh-wiesen. Mit diesen Projekten verwandelt das Stiftungs-Team monotone Äcker und Wiesen in blühende Lebensräume für Pflanzen und Insekten. Etwa 20 Hektar Grünland, Brach- und Blühflächen wurden 2023 und 2024 im Sinne der Natur bewirtschaftet. Heimische Wildblumen locken jetzt Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge ins Stiftungsland. Hinzu kommen noch Waldflächen, Feldgehölze und Schilf-bestände, die wir möglichst naturnah belassen.

Auch im urbanen Raum ist das Naturschutz-Team der Stiftung in Kooperation mit anderen

Institutionen unterwegs, um Lebensraumverluste der Insekten zu stoppen. Ihr Ziel: mehr artenreiche und insektenfreundliche Wiesen und Säume.

 

Ihr Marco Lasch

Vorstand

JAHRESBERICHT 2025

   

VORWORT

 

Liebe Leserinnen und Leser,


mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge präsentieren wir Ihnen den Jahresbericht 2025 der Naturlandstiftung Baden. Hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr, das von wichtigen Projekten, erfolgreichen Kooperationen und dem großen Engagement vieler PartnerInnen geprägt war. Das Jahr hat wieder gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Fachleuten, Ehrenamtlichen und Interessierten für den Schutz unserer Natur ist. Auch auf unseren Flächen konnten wir viel erreichen: Mit dem Erwerb weiterer artenreichen Wiesen stärken wir den Schutz seltener Arten und Lebensräume.


Ein bedeutender Meilenstein war zudem die Genehmigung und der Verkauf von Ökopunkten, der den finanziellen Rahmen für unsere künftige Arbeit im Naturschutz wesentlich stärkt. Diese Erfolge verdanken wir nicht nur dem Einsatz unseres Teams und der Unterstützung durch unsere PartnerInnen, sondern auch dem Engagement vieler Menschen im Ortenaukreis, die sich für die Natur starkmachen.
Wir laden Sie herzlich ein, in diesem Bericht mehr über unsere Arbeit im Jahr 2025 zu erfahren und gemeinsam mit uns den Blick nach vorn zu richten – für den Schutz und die Vielfalt der Badener Natur.


Ihr Marco Lasch
Vorstand

NATURBILDUNG

NATURBILDUNG IST NICHT MEHR IM FOKUS DER BILDUNGSTRÄGER.

 

Zu unserem Bedauern zählt in vielen Kommunen und Bildungseinrichtungen die Naturbildung nicht mehr als wesentliches Element zur Bildungsarbeit. Es werden derzeit fast keine Gelder mehr bewilligt. Mit dem Rückgang der bereitgestellten Mittel ist zu befürchten, dass das in den letzten Jahren aufgebaute Fundament für eine nachhaltige Naturschutzarbeit verloren geht.



NATURSCHUTZ & NACHHALTIGE NATURNUTZUNG


1. Rehkitzrettung.

 

Im Frühsommer 2024 konnten unsere Drohnenteams ganze 160 Hektar Wiesen vor der Mahd nach Rehkitzen absuchen! Dabei wurden nicht nur etliche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet, sondern auch junge Feldhasen oder Bodenbrütergelege markiert und gesichert. Der Arbeitsaufwand ist mit ca.140 Helferstunden großgewesen. Dafür konnten aber auch 32 Kitze vor dem sicheren Mähtod gerettet werden.


Daher möchten wir ein großes Dankeschön aussprechen an alle unsere Helfer*innen und diejenigen, die uns mit Spenden unterstützt haben! Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.


 

2. STREUOBSTWIESEN.

 

Neuanlage und Obstbaumpflanzungen

 

Im Jahr 2024 haben wir uns vermehrt unseren Streuobstwiesen gewidmet. Zwischen Bodersweier und Leutesheim haben wir im Spätjahr eine Fläche von ca. 18 Ar mit Wiesendrusch aus der Region eingesät und 12 Obstbäume gesetzt. Gepflanzt haben wir Apfel-, Mostbirnen- und Zwetschgenbäume. Ergänzt wurden die Obstbäume durch ein paar Laubbäume wie z.B. Feldahorne und Linden.

 

Auch auf unserer Streuobstwiese in Kork haben wir auf bestehenden Lücken wieder acht junge Obstbäume gepflanzt. Zusätzlich zu den oben genannten Arten haben wir hier auch noch eine Elsbeere und eine Esskastanie gesetzt. Beide Baumarten kommen hoffentlich gut mit dem Klimawandel und den häufigeren trockenen Sommern zurecht. 


 

Obstbaumschnitt


Weiterhin waren wir fleißig beim Obstbaumschnitt. Bei fast 200 Obstbäumen fällt eine Menge Arbeit an, sodass wir jedes Jahr nur einen kleinen Teil der Bäume schneiden und wir uns beim Schnitt meist auf das Nötigste beschränken. Mittlerweile sind wir große Fans davon, das Reisig einfach nur klein zu schneiden und direkt auf der Streuobstwiese auf Haufen zu schichten. Das spart einige Fahrten zur Grüngutannahme und dient gerade im Winter vielen Kleintieren als Versteck.

 

 

Beweidung mit Schafen


2024 haben wir manche unserer Wiesen und Streuobstwiesen erstmalig mit Schafen beweiden lassen. Eine Beweidung mit Tieren hat gleich mehrere Vorteile, egal ob mit Schafen, Rindern oder Ziegen. Die Tiere sind im Vergleich zu den rotierenden Messern von Mähwerken oder Mulchern für Insekten nahezu ungefährlich. Rehkitze werden von Weidetieren auch nicht gestört. Auf eine aufwändige Suche mit der Drohne kann verzichtet werden. Weiterhin dienen die Hinterlassen-schaften der Weidetiere als Dünger und als Nahrungsgrundlage vieler Insekten. Studien legen nahe, dass der Rückgang der Weidetierhaltung sehr stark zum Insektensterben beiträgt. Daher sollte unserer Meinung nach viel mehr auf diese umweltverträglichen Rasenmäher zurückgegriffen werden. Der Arbeitsaufwand, gerade bei einer mobilen Beweidung, ist jedoch nicht zu unterschätzen.

 

Kleines Highlight:

 

Herausgeber: Naturlandstiftung Baden

Verantwortlich: Marco Lasch

Autoren: Marco Lasch, Michael Faller

Fotos: Naturlandstiftung Baden

 

Naturlandstiftung Baden 

Frankenweg 42 • 77767 Appenweier

Tel. 0851 8729815

info@naturlandstiftung.org • www.naturlandstiftung.org

 

Unser Spendenkonto: Volksbank in der Ortenau

IBAN: DE10 6649 0000 0009 1531 01


Bild 1/ Rehkitzrettung

Bild 2/ Neuanlage von Obstbaumpflanzungen

Bild 3/ Reisighaufen

Bild 4/ Beweidung mit Schafen

Bild 5/ Schwarzspechthöhle

Kitze wie dieses verdanken unserem Team ihr Leben!

Die Blühfläche ist im Winter zwar keine Augenweide, bietet aber Insekten eine wichtige Überwinterungsstätte.

Oben: Mit diesem Häckselmesser und der richtigen Technik lassen sich innerhalb kurzer Zeit selbst hohe Brombeerhecken klein häckseln.
Links: Der junge Apfelbaum freut sich, von den hohen Brombeeren befreit worden zu sein.

NATURBILDUNG

Naturlandstiftung Baden zukünftig ohne eigene NaturpädagogInnen


Mit großer Traurigkeit erfüllt uns die Tatsache, dass wir uns von unserer letzten angestellten Naturpädagogin trennen mussten. Nach über 12 Jahren erfolgreicher und erfüllter Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, war uns der finanzielle Kraftakt mit eigenen Angestellten nicht mehr möglich.
Es gab Zeiten, in denen wir drei Voll- und mehrere Teilzeit-mitarbeitende beschäftigten und sowohl die Nachfrage als auch die finanzielle Bereitschaft, dies zu bezahlen, groß waren.
Zukünftig wollen wir uns stärker auf die Ausbildung und Unterstützung selbstständiger Naturpädagog:innen kümmern. Hierfür möchten wir weiterhin unseren Trägerverein und unser eigenes Ausbildungs- und Aufenthaltsgelände weiter zur Verfügung stellen und ausbauen.



NATURSCHUTZ & NACHHALTIGE NATURNUTZUNG


1. Rehkitzrettung


Im Frühsommer 2025 konnten unsere Drohnenteams ganze 160 Hektar Wiesen vor der Mahd nach Rehkitzen absuchen! Dabei wurden nicht nur etliche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet, sondern auch junge Feldhasen und Bodenbrütergelege markiert und gesichert. Der Arbeitsaufwand ist mit ca. 140 Helferstunden enorm gewesen. Dafür konnten aber auch 32 Kitze vor dem sicheren Mähtod gerettet werden.
Daher möchten wir ein großes Dankeschön aussprechen an alle unsere HelferInnen und diejenigen, die uns mit Spenden unterstützt haben! Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.


2. Artenreiche Mähwiese und Blühfläche eingesät


Auch im Frühjahr 2025 haben wir wieder Flächen eingesät. Auf 40 Ar ehemaliger Ackerfläche haben wir Wiesendrusch aus der Region eingesät. Aus diesen heimischen Gräser- und Kräutersamen entwickelt sich bei richtiger Pflege nach einigen Jahren eine artenreiche Mähwiese.


Weiterhin haben wir eine bereits bestehende Blühfläche von knapp einem halben Hektar neu eingesät. Blühflächen müssen in der Regel alle 4-5 Jahre neu eingesät werden, weil sich nicht alle Pflanzenarten dauerhaft halten. Im Gegensatz zu den artenreichen Mähwiesen werden die Blühflächen nicht regelmäßig gemäht und beinhalten auch nicht gebietsheimische Pflanzen, solange diese einen Nutzen für bestäubende Insekten haben.


3. Weidengebüsche geschnitten


Im Januar haben wir kleine Weidengebüsche auf einem 30 m langen Abschnitt eines Grabens auf den Stock gesetzt. So kriegen die Amphibien im Graben und das Schilf und die Binsen wieder mehr Licht. Der Effekt wird jedoch nur von kurzer Dauer sein. In wenigen Jahren wird sich wieder eine dichte Hecke entwickelt haben.


4. Obsternte


Im Herbst haben wir wieder zwei Obsternten auf unserer großen Streuobstwiese in Kork durchgeführt. Insgesamt gut 15 TeilnehmerInnen konnten sich über reichlich Äpfel, Birnen, Quitten, Nüsse und Esskastanien freuen.


5. Freischneider mit Häckselmesser angeschafft


Ein echter “Gamechanger” im Kampf gegen Brombeeren: Im Sommer haben wir uns einen neuen starken Freischneider zugelegt und mit einem sog. Häckselmesser bestückt. Im Vergleich zu einem normalen Messer schneidet es nicht nur, sondern, wie der Name schon sagt, häckselt es das Material auch gleichzeitig klein. So lässt sich die Fläche im Anschluss wieder normal Mähen.


   

Herausgeber: Naturlandstiftung Baden

Verantwortlich: Marco Lasch

Autoren: Marco Lasch, Michael Faller

Fotos: Naturlandstiftung Baden

 

Naturlandstiftung Baden 

Frankenweg 42  • 77767 Appenweier

Tel. 0851 8729815

info@naturlandstiftung.org • www.naturlandstiftung.org

 

Unser Spendenkonto: Volksbank in der Ortenau

IBAN: DE10 6649 0000 0009 1531 01